Die Fremdsprachenfakultät (FLCE)

Die Fremdsprachenfakultät (FLCE) der Universität Nantes empfängt Jahr für Jahr rund 3000 Studierende. Dabei handelt es sich um eine vielschichtige und bunte Gemeinschaft, was sich auch in den Strukturen der beiden Studienrichtungen LLCE/LEA widerspiegelt: 7 Institute (Englisch, Arabisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und das Institut für slawische und orientalische Sprachen mit Russisch, Chinesisch und Japanisch).

Die FLCE ist ein Ort der Kommunikation und des künstlerischen Ausdrucks, geformt durch den täglichen internationalen Austausch, genährt durch die kulturelle Vielfalt (Musik-,Theater-, Film-, Kinofestivals, Ausstellungen etc.) Aus dieser an der FLCE anzutreffenden bunten Mischung ist am 16. November 1989 der Verein ACTE (Verein für fremdsprachiges Theater und Kultur)  hervorgegangen.

LE TNT - SCÈNE DE DÉCOUVERTE

Le TNT – Terrain Neutre Théâtre – entstand 1998. Jenes Theater wurde von den Schauspielern als ein kreativer Raum der Begegnung konzipiert. 2006 übernahm der Verein Désir des Arts unter der Leitung von Philippe Guiheneuf das Haus. Seitdem hat sich das TNT zunehmend strukturiert und professionalisiert. Das TNT versteht sich als ein Ort der Entwicklung, Ermutigung und Begleitung bei der Umsetzung künstlerischer Projekte. Seine Aufgabe ist es die Begegnung zwischen Künstlern und Publikum zu ermöglichen.

 

Das TNT ist ein vielschichtiger Ort, der sich den aufstrebenden Künstlern verschrieben hat und der aktuell rund 500 Aufführungen und circa 22000 Gäste pro Jahr empfängt. Seien es Theaterdarbietungen, Ateliers, Künstlerresidenzen oder andere Kulturaktionen, das TNT will auf vielfältige Weise den Weg für die Kunst und insbesondere die Bühnenkunst ebnen.

 

Das Universitätstheater - LE THÉÂTRE UNIVERSITAIRE

Das TU ist eine Ort der Kreation, der künstlerischen Praxis und der Kritik. Das sich im Herzen des Campus befindliche Theater bietet jedes Jahr ein anspruchsvolles Programm. Es profiliert sich dabei als eine Bühne der zeitgenössischen Theaterarbeit und praktischen Theaterforschung, die es ihm auf einzigartige Weise erlaubt als Verbindungsglied zwischen der Universität und der sie umgebenden Stadt zu fungieren. Das TU ist seit seiner Gründung 1994 somit einer der Hauptkulturanbieter auf dem Campus und wird zur Hälfte von unter 26jährigen besucht. Diesem Publikum sind zudem mehrheitlich die kulturelle Aktionen und Inhalte des TU gewidmet.

 

Das Universitätstheater konzentriert sich in seiner Künstlerförderung und Programmplanung auf aufstrebende junge Künstler und setzt deren Arbeit in Perspektive, indem diese im Spielplan mit anerkannten Größen gemischt wird. So entstehen durch die Arbeit am TU immer wieder Dialoge zwischen den Künstlergenerationen. Dabei geht es darum die Zukunft neu zu erfinden, zu ermutigen, zu erneuern und das junge Publikum an die Kunstwerke und die künstlerische Praxis heranzuführen sowie das kritische Denken und die Wissensübermittlung durch die Kunst zu fördern.

LE GRAND T

Le Grand T (EPCC) beansprucht für sich ein populäres Theaer zu sein, ein Theater der Nähe, das versucht enge Verbindungen zu seinen Zuschauern aus dem gesamten Département zu knüpfen. Seit der Übernahme der Leitung durch Catherine Blondeau im Januar 2011 tragen vier Hauskünstler dazu bei jenes „große Theater der Welt“ im Grand T entstehen zu lassen: der Geschichtenerzähler Wajdi Mouawad, der Poet des Raumes Aurélien Bory, die Straßentheater-Stegreif-Gruppe Opéra Pagaïe und der Textliebhaber Patrick Pineau. Zusammen mit den Kreativen aus aller Herren Länder bilden diese vier Künstler eine vielfältige kosmopolite Familie.

 

Mit jährlich mehr als 250 Aufführungen und über 60 Spektakeln ist Le Grand T ein wichtiger Ort des Austausches für Künstler und Zuschauer. Dabei liegt dem Grand T vor allem die Einbeziehung, Vermittlung und Bildung des jungen Publikums am Herzen. Von der Schule bis zur Universität reichen die Partnerschaften, die das Theater über die Jahre aufgebaut hat und welche dafür sorgen, dass das Grand T heute Teil eines veritablen kulturellen und künstlerischen Bildungsparcours ist.

LE THÉÂTRE AMOK

2002 gründeten Ronan Cheviller und Jean-Marie Lorvellec die Theatergruppe AMOK, die sich seither mit Kreationen, der Organisation von Events und Theaterentdeckungsarbeit beschäftigt. AMOK und sein Theater ist dabei für beide ein sinnlicher, sensibler Raum des Nachdenkens und der Kritik, der bei gemeinsamen Projekten entsteht. 2012 feierte das THéâTRe aMOk seinen zehnjährigen Geburtstag – zehn Jahre voller Abenteuer und überraschender Projekte, die Forschung, Schreiben und Kreation vermengten.

 

Dabei gehörte AMOK u.a. von 2009 an zum Forschungsprojekt «Dynamique citoyenne en Europe», welches von der Region und der Maison des Sciences de l’Homme de Nantes getragen wurde. Die Mitglieder von AMOK arbeiten an Fragen der Mythologien des Alltags, zur Intimität des Heims, vermischen Theater mit Philosophie. Sie treten im Radio auf, bei wissenschaftlichen Tagungen, in Unterrichtsprojekten und auf Bühnen. Das THéâTRe aMOk bietet Workshops, sog. „Theaterlaboratorien“, für alle Altersgruppen an und seine Mitglieder erfreuen sich jedes Mal erneut über die Möglichkeit die Vielfalt des Theaters weiter zu vermitteln.

 

LA MAISON DES ETATS-UNIS

La Maison des Etats-Unis, das Amerikanische Haus, ist der neue Name des Partnerstadtvereins Nantes-Seattle-Jacksonville. Anhand eines breitgefächerten Angebots ermöglicht es ihnen der Verein Nantes und Frankreich besser kennen zu lernen: seine Geschichte, seine Kultur, seine Bräuche. Der verein koordiniert und erleichtert den Austausch mit den amerikanischen Partnern auf kultureller, wirtschaftlicher und sportlicher Ebene.